Ein Jahr zwischen Vision und Verantwortung

Warum 2025 für mich kein leichtes, aber ein richtiges Jahr war

Wir sind 2026 erstmal unterwegs…

Es gibt Jahre, in denen wächst alles nach außen.
Und es gibt Jahre, in denen wächst etwas im Innen.

2025 war für mich kein Jahr des Applauses.
Kein Jahr der schnellen Erfolge.
Kein Jahr der einfachen Entscheidungen.

Es war ein Jahr der Standhaftigkeit.

Ich bin geblieben, wo andere ausgestiegen wären

Es gab viele Momente, in denen es rational gewesen wäre, einen anderen Weg zu wählen. Einen bequemeren. Einen, der weniger erklärt, weniger aushält, weniger Verantwortung trägt. Aber genau das habe ich nicht getan.

Ich bin bei meiner Vision geblieben:
Zukunftsorte nicht nur zu denken, nicht nur zu beschreiben, nicht nur zu erzählen, sondern sie real zu bauen. Ökonomisch tragfähig. Sozial wirksam.
Ökologisch verantwortungsvoll.

Vielleicht war der wichtigste Schritt dieses Jahres kein äußerer, sondern ein innerer: Ich habe aufgehört, mich dafür zu rechtfertigen, dass mein Weg komplex ist.

Vom Ideal zur Struktur

Der Alsenhof – und mit ihm die Idee der Zukunftsorte – ist 2025 für mich erwachsener geworden. Nicht, weil alles fertig wäre, sondern weil ich begonnen habe, Realität konsequent mitzudenken. Finanzierung ist für mich kein romantisches Konstrukt mehr, sondern etwas, das tragen muss.
Vor Banken. Vor Investor:innen. Vor Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken.

Ich habe gelernt, Vision und Umsetzbarkeit sauber zu trennen, ohne die Vision zu verraten. Förderlogiken, Genossenschaft, GmbH, Darlehen, Beteiligungen: Ich bin hineingegangen. Mitten rein. Nicht kommentierend von außen, sondern verantwortungsvoll von innen.

Dabei kamen Erkenntnisse, die weh tun und wachsen lassen:
Nicht jede Begeisterung trägt Verantwortung. Nicht jedes Netzwerk ist tragfähig, nur weil es sich gut anfühlt.

Ich bin kritischer geworden. Und genau dadurch wirksamer.

Vom Möglichmacher zum Strukturgeber

Lange war ich derjenige, der ermöglicht hat. Der verbunden hat.
Der Brücken gebaut hat – oft auf eigene Kosten.

2025 markiert für mich einen Wendepunkt.

Ich formuliere heute klarer, was ich anbiete. Und ebenso klar, was nicht.

Ich will Wirkung nicht mehr erklären, sondern belegen.
Mit Zahlen.
Mit Wirkungsmodellen.
Mit tragfähigen Finanzplänen.

Nicht aus Liebe zu Excel oder Prozessen, obwohl: schon ein bisschen 😂
, sondern aus Respekt vor Menschen, die Zeit, Geld und Vertrauen investieren.

Das ist kein Feinschliff. Das ist ein Führungswechsel.

Öffentlichkeit: Weniger Lärm, mehr Wahrheit

LinkedIn, Podcast, YouTube, Texte – 2025 hat mir gezeigt, dass Sichtbarkeit allein nichts löst. Ich habe angefangen, meinen eigenen Ton zu suchen und zu schützen. Weniger Buzzwords. Mehr Haltung.

Nicht alles zu posten, was Reichweite bringen könnte.
Nicht jedem Trend hinterherzulaufen.
Nicht jede Erwartung zu bedienen.

Ich will Menschen erreichen, die mitbauen. Nicht nur applaudieren. Reichweite ist für mich kein Selbstzweck mehr. Sie ist ein Werkzeug.
Und diese Klarheit verändert, wie ich sie nutze.

Finanzen, Realität und Selbstwirksamkeit

2025 war auch ein hartes Jahr:
– Liquiditätslücken
– Persönliche Unsicherheit
– Zu viele Hüte gleichzeitig

Der Unterschied zu früher: Ich habe hingeschaut.

Buchhaltung, Controlling und Finanzplanung sind für mich kein notwendiges Übel mehr. Sie sind Teil meiner Selbstwirksamkeit geworden.

Ich habe verstanden: Regeneration braucht ökonomische Ehrlichkeit.
Ohne sie bleibt Wirkung ein Versprochenes, aber nichts Tragfähiges.

Ich bin nicht härter geworden, sondern klarer

Vielleicht ist das die wichtigste Veränderung dieses Jahres.

Ich bin weniger naiv. Weniger gefällig. Weniger bereit, mich zu verzetteln.

Und gleichzeitig:
– Verbunden mit meinen Werten
– Ehrlich mit meinen Grenzen
– Bewusster in meinen Entscheidungen

Ich bin nicht nur Netzwerker. Nicht nur Visionär. Nicht nur Umsetzer.

Ich möchte die Schnittstelle sein, zwischen unseren und euren Ideen und der Realität. Zwischen Menschen und Strukturen, zwischen Hoffnung und Verantwortung.

Das ist anspruchsvoll.
Und genau dort entsteht Zukunft.

Was dieses Jahr wirklich war

2025 war für mich kein Jahr des sichtbaren Erfolgs.
Es war ein Jahr der inneren Konsolidierung.

Ich habe Fundamente gelegt.
Für Projekte.
Für Strukturen.
Für mich selbst.

Nicht alles ist schon sichtbar.
Aber vieles ist jetzt tragfähig.

Mein Ausblick auf 2026

2026 möchte ich meiner Rolle noch gerechter werden.

Nicht, indem ich alles selbst mache.
Sondern indem ich mehr Raum öffne:
für Zukunftsorte,
für mutige Projekte,
für regeneratives Wirtschaften.

Ich will diese Themen sichtbarer machen, ihnen eine Stimme geben, sie konsequent vertreten – auch dort, wo sie unbequem sind.
Ich will Brücken schlagen zwischen Idealismus und Realität, zwischen Kapital und Gemeinwohl, zwischen Menschen, die wollen, und Strukturen, die tragen.

Nicht lauter um jeden Preis.
Aber klarer.
Verbindlicher.
Wirksamer.

Eine Frage zum Mitnehmen

Was würdest du heute nicht mehr anfangen, wenn du wüsstest, was du jetzt weißt?
Und wofür bist du bereit, wirklich einzustehen – auch wenn der Weg länger ist?

Zukunft entsteht nicht durch Abkürzungen.
Sondern durch Menschen, die bleiben.


Du willst mehr erfahren oder mitgestalten?

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Jahresabschluss 2025 & für alle die noch kein Weihnachtsgeschenk haben 🌿

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